Potenzieller Nutzen von Vitamin D3

Cholecalciferol ist eine Vorstufe der Steroidhormone, zu denen Testosteron, die Östrogene, die Kortisone gehören. Eine Vorstufe davon, nicht bereits ein Hormon.

Gesund-in-sieben-TagenAuf Details des Stoffwechsels einzugehen, soll nicht der Gegenstand dieses Artikels sein. Wenn Sie sich dafür interessieren, empfehle ich die Lektüre von “Superhormon Vitamin D” (ein etwas irreführender Titel) von Prof. J. Spitz oder “Gesund in sieben Tagen” (ebenfalls irreführend) von Dr. R. von Helden. Hier werden teils in Details die metabolischen Effekte von Cholecalciferol aufgezeigt, so dass Sie ein vollständigeres Bild erhalten.

Viele interessieren sich jedoch nicht für eher “technische” Einzelheiten, sondern wollen wissen “what’s in it for me?”, basta. Schlicht gesagt: Was soll mir das bringen?

Folgende Wirkungen sind kolportiert:

  • langjährige, chronische Rückenschmerzen, die sogar operativ behandelt werden mussten, sind fast verschwunden
  • Verletzungen, die seit Jahren nicht ausgeheilt waren, heilten aus, z.B. am Knie
  • eine bereits geplante Knieoperation (Prothese) konnte abgesagt werden
  • Bewegungseinschränkungen der Finger nach einer Fraktur vor Jahren zurückgeblieben, verschwanden unter Vitamin D3
  • deutliche Übersichtigkeit der Augen wurde im Verlaufe der Anwendung von Vitamin D3 erheblich gemindert
  • Aktinische Keratose geheilt – das ist eine Hautreaktionsweise auf Sonnenstrahlung
  • lebenslang bestehende Knochensporne verschwanden
  • Gewichtsabnahme ohne Diät, sozusagen unabsichtlich erreicht
  • Multiple Sklerose, seit 3 Jahren gehunfähig, kann nach D3 nun zumindest wieder 10 Meter gehen
  • Allgemeine Energielosigkeit und Knirschen in Gelenken sind verschwunden
  • Antidepressiva, Prozac, konnten abgesetzt werden
  • chronische Hautkrankheit, Pityriasis rubra pilaris, nach einer Woche Vitamin D3 bereits deutlich gebessert.
  • Wintererkältungen, Schnupfen, haben seit Vitamin D3 Anwendung aufgehört
  • Bislang unheilbare Schuppenflechte innerhalb von 2 Monaten geheilt
  • Gleichgewichtsstörungen nach 3 Tagen verschwunden
  • ständige Schläfrigkeit verschwunden
  • Tennisspieler, der wegen Schulterschmerzen 3 Jahre von unten aufschlagen mußte, kann jetzt wieder normal servieren
  • Jahrelanges therapieresistentes Vorhofflimmern verschwunden
  • Jahrelanges Asthma zurückgegangen, so dass er wieder flach liegend schlafen kann

Wenn Sie im Internet recherchieren, finden Sie mit Sicherheit noch viele weitere sonnenlichtErfolgsgeschichten über die erstaunlichen Wirkungen von Vitamin D3.

Welche Mengen müssen Sie nehmen und welche Maßnahmen treffen, um unerwünschte Wirkungen zu vermeiden? Auf diese Fragen wird in weiteren Artikeln eingegangen.

Nicht zu vergessen auch die Frage: Welche Risiken stehen diesem potenziellen Nutzen gegenüber. Rechtfertigen die Chancen die Risiken?

Vitamin D3 ist toxisch?

In den letzten Monaten ist eine regelrechte Vitamin D3, Cholecalciferol, Manie ausgebrochen. Magazine wie der Spiegel, Focus und sogar das Fernsehen haben sich der Sache gewidmet. Das führt, wie immer, zu einigen Kontroversen und Streitigkeiten über Sinn und Nutzen, eventuelle Gefahren und Heilungschancen von Vitaminen im Allgemeinen, Multivitaminpräparaten vs. konzentrierte Einzelvitaminanwendungen. Ähnliches wurde auch bereits beim Thema Vitamin C durchexerziert.

hochdosiert

Die Effekte von Vitamin D3

Mithin geht es immer um die Frage der sicheren Tagesmaximalmenge.

Dahinter steht die Idee, dass alles was “gut” ist – und wirklich niemand bestreitet, dass Vitamin D3 für den gesunden Menschen hohe Bedeutung hat – irgendwann wenn man es übertreibt potenziell gefährliche Effekte entfalten kann. Vitamine sind ja definiert als Substanzen, die der menschliche Körper selbst nicht spontan herstellen kann und folglich auf die Zufuhr durch Nahrung angewiesen ist.

Vitamin D3 kann tatsächlich über einige Nahrungsmittel aufgenommen werden, ist jedoch insofern kein typisches Vitamin als der Körper es sehr gut selbst herstellen kann, im Grunde also NICHT auf die Zufuhr in der Nahrung angewiesen ist wie bei anderen Vitaminen.

Die Haut bildet Cholecalciferol, Vitamin D, bei Sonneneinstrahlung

sonne-macht-vitamin-dDie körpereigene Herstellung erfolgt in der Haut durch UV-Strahleneinwirkung, auf die natürlichste Weise durch die Sonne. Es funktioniert jedoch auch sehr gut mit der Anwendung einer künstlichen UV-Strahlungsquelle, wie z.B. sogenannte Höhensonnen oder auch im Sonnenstudio.

Wenn der Körper jedoch durch Exposition gegenüber natürlichem Sonnenlicht erhebliche Mengen von Cholecalciferol selbst in der Haut herstellen kann, dann erhebt sich die logische Frage, wie es denn bei Nahrungszufuhr oder auch bei Einnahme hochdosierter Nahrungsergänzungen zu Vergiftungserscheinungen kommen kann!?

Die Größenordnungen sind in etwa wie folgt: Eine halbstündige Exposition in natürlicher Sonne um die Mittagszeit im Mittelmeerraum läßt die Haut um die 20000 IE Vitamin D3 erzeugen. Kann es also sein, dass die tägliche Zufuhr von 20000 IE Cholecalciferol in Kapselform eine gefährliche Angelegenheit ist, die man unterbinden oder an eine ärztliche Verschreibung knüpfen muß?

Die in allen Massenmedien gebetsmühlenartig wiederholte Warnung vor Sonnenexposition – verwenden Sie Sonnenschutzfaktor 30++ – bezieht sich ja nur auf ein angeblich erhöhtes Hautkrebsrisiko, nicht auf irgendwelche Vitamin D3 Vergiftungsgefahren.

Wenn also noch nie jemand infolge einer Leidenschaft für Freikörperkultur im Sonnenlicht wegen Vergiftungssymptomen ins Krankenhaus eingeliefert wurde, womit rechtfertigt man dann die “sichere” Obergrenze für Nahrungsergänzungen bei 1000 IE (hier z.B. die Information der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zum Thema) anzugeben? Bei einer Menge also, die der Körper bereits selbst nach wenigen Minuten in der Sonne bildet?

In einem 14 Tage-Urlaub in der Karibik kann ein Urlauber locker 1 Million oder mehr IE Cholecalciferol bilden. Muss er dann behandelt werden? Sicher nicht.

Wo liegt also die wirkliche Toxizitätsgrenze für tägliche, langdauernde Vitamin D3 Einnahmen via Nahrungsergänzungen? Es geht nicht um die von Gesundheitsbehörden imaginierten Obergrenzen, sondern um reale. Die real möglichen täglichen Dosierungen dürften sicher über 20000 IE für Personen normalen Körpergewichts betragen, für fettleibige sicher weitaus mehr.

Welche Nutzen kann man von einer solch hohen Tagesdosierung erwarten – sprich: Warum wird die Thematik der Toxizität überhaupt diskutiert?

Allgemeines über Nahrungsergänzungsmittel

Kapseln-Tabletten-NahrungsergaenzungenNahrungsergänzungsmittel sind frei in Drogerien, Apotheken oder im Internet käufliche Produkte in Kapsel-, Tabletten- oder Pulverform, die ergänzend zur täglichen Ernährung eingenommen werden können, um eine optimale Versorgung mit Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen sicher zu stellen.
Bekanntestes Beispiel sind Multivitaminpräparate, die eine Zusammenstellung verschiedener Vitamine von A – E enthalten, die wir mit der täglichen Nahrung u.U. nur ungenügend zu uns nehmen.
Mittlerweile gibt es Nahrungsergänzungsmittel für die verschiedensten Zwecke, wie Anti-Aging, Leistungssteigerung, Potenzmittel, Hautstraffung, Minderung und Vorbeugung von Prostatabeschwerden, Beschwerden der Menopause usw.
Wichtig ist, zu verstehen, dass Nahrungsergänzungsmittel keine Arzneimittel sind und daher keinen Zulassungsverfahren unterliegen, wie sie für Arzneimittel notwendig sind. Der Grund ist, dass Nahrungsergänzungen lediglich Bestandteile enthalten, die wir mit unserer täglichen Nahrung ohnehin bereits zu uns nehmen – wenn auch u.U. in ungenügender Menge.
Dennoch können Nahrungsergänzungen durchaus ganz erhebliche Wirkungen auf unsere Gesundheit entfalten. Beachten Sie folgendes Video:


Fast Tube by Casper

Die von verschiedenen Behörden immer wieder geforderte und auch notfalls mit gerichtlicher Unterstützung durchgesetzte Forderung, keine gesundheitsbezogenen Aussagen mit dem Verkauf von Nahrungsergänzungen, wie z.B. Mulitivitaminpräperaten, zu verbinden, ist zu hinterfragen: Wenn man nicht sagen darf, dass ein Multivitamin-Präparat vorbeugend gegen Erkältungen wirkt, dann darf man auch nicht sagen, dass der tägliche Konsum von 3 Äpfeln u.U. Erkältungen vorzubeugen hilft?
Wenn man solche und ähnliche Aussagen von Herstellern von Nahrungsergänzungen verbieten will, weil es ja noch keine klinischen Studien gibt, die solche Aussagen gerechtfertigt scheinen lassen, wie steht es denn dann mit gleichartigen Aussagen zum Thema Ernährung allgemein?
Wenn man keine Aussage wie “dieses Multivitamin hilft bei Allergien” treffen darf, weil u.a. nicht jeder Allergiker von solch einem Vitaminpräparat profitiert, wieso kann dann für Aspirin geworben werden mit Aussagen wie z.B. “hilft bei Kopfschmerzen”. Hilft Aspirin denn jedem bei Kopfschmerzen?
Nicht anders steht es bei allen möglichen diversen Arzneimitteln, von Aspirin bis Viagra. Immer ist es so, dass lediglich einem Teil der Anwender mit solch einem Mittel geholfen werden kann. Und das trotz aufwändigster klinischer Studien, die Millionen kosten.

Wir wollen Ihnen die Kritik an Nahrungsergänzungen nicht vorenthalten, bilden Sie sich jedoch Ihre eigene Meinung.

Für die Vitamine, wie Vitamin A, die B Vitamine von B1 bis B12, Askorbinsäure, Cholecalciferol (Vitamin D3), Tocopherol (Vitamin E) gibt es einen jeweils von Gesundheitsbehörden festgestellten Tagesbedarf. Bei Vitamin D3, Cholecalciferol, beträgt der von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung festgestellte Tagesbedarf 400 IE. Jedes Multivitamin, das diesen sogenannten Tagesbedarf um mehr als ein Vielfaches, in diesem Fall das 5-fache übersteigt, gilt in Deutschland als nicht mehr sicher und darf nicht in Deutschland verkauft werden.

Nahrungsergänzungsmittel

Nahrungsergänzungsmittel

Diese Information dient dazu, Sie zum Nachdenken zu bringen, über Sinn und Unsinn behördlicher Vorschriften in dieser Hinsicht…
Wenn man jedoch bedenkt, dass ein 2 stündiger Aufenthalt in der Sonne, ohne Sonnenschutzmittel, bereits zur Bildung von 40000 IE Vitamin D3 in der Haut führen kann (diese sonnengebildete Menge von Vitamin D hängt allerdings von der Sonnenintensität, Hautfarbe, bestrahlte Hautfläche, Alter und genetischen Faktoren ab) und bisher noch niemand durch solch eine Sonnenexposition vergiftet wurde, dann fragt man sich unwillkürlich, auf welcher wissenschaftlichen Basis die behördliche Warnung vor einer Tagesmenge von mehr als 2000 IE Cholecalciferol haben könnte? Wir sind in dieser Hinsicht ratlos…

Gleiches gilt übrigens auch für die immer wieder vorgetragene Warnung vor hohen Dosierungen von Vitamin C (Askorbinsäure). Wenn man bedenkt, dass ein Hund mehrere Gramm Askorbionsäure pro Tag selbst herstellt – Hunde brauchen kein Vitamin C in der Nahrung – wie soll es kommen, dass Menschen sich vor solchen Mengen hüten sollten?!?

Fragen über Fragen, wir kommen auf einzelne Themen später wieder zurück.