Allgemeines über Nahrungsergänzungsmittel

Kapseln-Tabletten-NahrungsergaenzungenNahrungsergänzungsmittel sind frei in Drogerien, Apotheken oder im Internet käufliche Produkte in Kapsel-, Tabletten- oder Pulverform, die ergänzend zur täglichen Ernährung eingenommen werden können, um eine optimale Versorgung mit Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen sicher zu stellen.
Bekanntestes Beispiel sind Multivitaminpräparate, die eine Zusammenstellung verschiedener Vitamine von A – E enthalten, die wir mit der täglichen Nahrung u.U. nur ungenügend zu uns nehmen.
Mittlerweile gibt es Nahrungsergänzungsmittel für die verschiedensten Zwecke, wie Anti-Aging, Leistungssteigerung, Potenzmittel, Hautstraffung, Minderung und Vorbeugung von Prostatabeschwerden, Beschwerden der Menopause usw.
Wichtig ist, zu verstehen, dass Nahrungsergänzungsmittel keine Arzneimittel sind und daher keinen Zulassungsverfahren unterliegen, wie sie für Arzneimittel notwendig sind. Der Grund ist, dass Nahrungsergänzungen lediglich Bestandteile enthalten, die wir mit unserer täglichen Nahrung ohnehin bereits zu uns nehmen – wenn auch u.U. in ungenügender Menge.
Dennoch können Nahrungsergänzungen durchaus ganz erhebliche Wirkungen auf unsere Gesundheit entfalten. Beachten Sie folgendes Video:


Fast Tube by Casper

Die von verschiedenen Behörden immer wieder geforderte und auch notfalls mit gerichtlicher Unterstützung durchgesetzte Forderung, keine gesundheitsbezogenen Aussagen mit dem Verkauf von Nahrungsergänzungen, wie z.B. Mulitivitaminpräperaten, zu verbinden, ist zu hinterfragen: Wenn man nicht sagen darf, dass ein Multivitamin-Präparat vorbeugend gegen Erkältungen wirkt, dann darf man auch nicht sagen, dass der tägliche Konsum von 3 Äpfeln u.U. Erkältungen vorzubeugen hilft?
Wenn man solche und ähnliche Aussagen von Herstellern von Nahrungsergänzungen verbieten will, weil es ja noch keine klinischen Studien gibt, die solche Aussagen gerechtfertigt scheinen lassen, wie steht es denn dann mit gleichartigen Aussagen zum Thema Ernährung allgemein?
Wenn man keine Aussage wie “dieses Multivitamin hilft bei Allergien” treffen darf, weil u.a. nicht jeder Allergiker von solch einem Vitaminpräparat profitiert, wieso kann dann für Aspirin geworben werden mit Aussagen wie z.B. “hilft bei Kopfschmerzen”. Hilft Aspirin denn jedem bei Kopfschmerzen?
Nicht anders steht es bei allen möglichen diversen Arzneimitteln, von Aspirin bis Viagra. Immer ist es so, dass lediglich einem Teil der Anwender mit solch einem Mittel geholfen werden kann. Und das trotz aufwändigster klinischer Studien, die Millionen kosten.

Wir wollen Ihnen die Kritik an Nahrungsergänzungen nicht vorenthalten, bilden Sie sich jedoch Ihre eigene Meinung.

Für die Vitamine, wie Vitamin A, die B Vitamine von B1 bis B12, Askorbinsäure, Cholecalciferol (Vitamin D3), Tocopherol (Vitamin E) gibt es einen jeweils von Gesundheitsbehörden festgestellten Tagesbedarf. Bei Vitamin D3, Cholecalciferol, beträgt der von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung festgestellte Tagesbedarf 400 IE. Jedes Multivitamin, das diesen sogenannten Tagesbedarf um mehr als ein Vielfaches, in diesem Fall das 5-fache übersteigt, gilt in Deutschland als nicht mehr sicher und darf nicht in Deutschland verkauft werden.

Nahrungsergänzungsmittel

Nahrungsergänzungsmittel

Diese Information dient dazu, Sie zum Nachdenken zu bringen, über Sinn und Unsinn behördlicher Vorschriften in dieser Hinsicht…
Wenn man jedoch bedenkt, dass ein 2 stündiger Aufenthalt in der Sonne, ohne Sonnenschutzmittel, bereits zur Bildung von 40000 IE Vitamin D3 in der Haut führen kann (diese sonnengebildete Menge von Vitamin D hängt allerdings von der Sonnenintensität, Hautfarbe, bestrahlte Hautfläche, Alter und genetischen Faktoren ab) und bisher noch niemand durch solch eine Sonnenexposition vergiftet wurde, dann fragt man sich unwillkürlich, auf welcher wissenschaftlichen Basis die behördliche Warnung vor einer Tagesmenge von mehr als 2000 IE Cholecalciferol haben könnte? Wir sind in dieser Hinsicht ratlos…

Gleiches gilt übrigens auch für die immer wieder vorgetragene Warnung vor hohen Dosierungen von Vitamin C (Askorbinsäure). Wenn man bedenkt, dass ein Hund mehrere Gramm Askorbionsäure pro Tag selbst herstellt – Hunde brauchen kein Vitamin C in der Nahrung – wie soll es kommen, dass Menschen sich vor solchen Mengen hüten sollten?!?

Fragen über Fragen, wir kommen auf einzelne Themen später wieder zurück.